Der Tierschutzverein Hannover hat heute mit dem Spaziergang nicht nur grob fahrlässig gehandelt, sondern scheint zusätzlich auch noch dummdreist zu lügen.

Hier ein Kommentar des TSV: „…Selbstverständlich war dieser Spaziergang mit ALLEN Behörden abgesprochen. Eine weitere Stellungnahme dürfen wir an dieser Stelle nicht abgeben und verweisen auf die künftige bundesweite Berichterstattung in den Medien. Auch bezüglich dieses Spaziergangs!...“

Der Stadtsprecher Udo Möller sagt zu dem Spaziergang: „Wir akzeptieren das nicht und haben das Tierheim angewiesen, das nicht noch einmal zu tun.“

Aber das Tierheim Hannover muss seinen Werbestar halt bestmöglich darstellen und in Szene setzen. Finanziell sicherlich gut für das Tierheim. Ethisch brauchen wir darüber nicht zu diskutieren. Zumal Chico schon vor Jahren als gefährlich eingestuft wurde.

Inzwischen hat der Tierschutzverein Hannover allerdings eine noch dümmere Stellungnahme abgegeben: „Aus einer aktuellen Presseerklärung: Ausgang ohne Maulkorb
Der Hund war bei seinem Ausgang am Dienstag zwar unter strenger Aufsicht unterwegs – aber ohne Maulkorb. Das liegt nach Angaben des Tierheims daran, dass die schmerzhafte Erkrankung am Kopf das Anlegen des Maulkorbs derzeit zur Qual macht. Nur weil erfahrene Tierpfleger den Ausgang begleiteten, habe man von der Maulkorbregel ausnahmsweise abgesehen, hieß es dazu im Tierheim.“

Das erklärt natürlich auch, warum der Hund nicht doppelt gesichert war…ach ne, doch nicht. Warum war er das denn nicht? Kennen die Mitarbeiter des Hannoveraner Tierheims keine doppelte Sicherung? Oder hat sich evtl. einfach niemand getraut ihm eine vernünftige Sicherung anzulegen?

So sehr mich die Betroffenheitstierschützer, die die Herkunft ihrer Billigbratwurst vermutlich nicht interessiert, auch aufregen, aber das Verhalten des Hannoveraner Tierheims ist an Verantwortungslosigkeit nicht zu übertreffen. Und eigentlich sollten dort Profis arbeiten. Allerdings arbeiten dort wohl nur Profis in der Werbeabteilung. Denn ihren neuen Werbestar Chico schlachten sie perfekt aus.

Die einzige sinnvolle Forderung wäre ein sofortiger Rücktritt des amtierenden Vorstands und für die beteiligten Tierpfleger ein Umgangsverbot mit Hunden.

Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht!

Das Vorgehen des Tierschutzvereins Hannover ist ein Schlag vor den Kopf von allen Hundetrainern, die sich täglich mit aggressiven Hunden beschäftigen und ihnen eine Chance geben. Vor allem für Einrichtungen wie Hellhound Foundation, Tiere in Not Odenwald e.V., Start ins - neue - Leben, Camp Küstenköter u.a. Diese Einrichtungen wären es wert unterstützt zu werden. Dort könnte man sich täglich „Problemhunde“ nach Hause holen, wenn man nicht nur ein FB Maulheld wäre. Die Vermittlungszahlen dieser Einrichtungen sprechen leider eine deutlich andere Sprache.

Chico ist nur ein Ronald McDonald des Tierheims Hannover.