Tierschutz

“Although other animals may be different from us, this does not make them LESS than us”
(Marc Bekoff)

 

Diesen Themenbereich habe ich inzwischen mehrfach umgeschrieben, offline gestellt, wieder online gestellt usw. Nun evtl. die letzte Änderung.

Meine Motivation für Tierschutzvereine zu arbeiten ist inzwischen bei < 0 angelangt.
Ich durfte inzwischen in mehreren Tierheimen Erfahrungen sammeln, aber im Grunde kommt es immer wieder zu einem Punkt: Der Vorstand hat immer recht!
Mit der Wahl, zu einem Vorstandsmitglied eines TSV, hat man gleichzeitig eine Hundetrainer Ausbildung, eine Tierpfleger Ausbildung, eine tiermedizinische Ausbildung und ein Biologiestudium abgeschlossen. Einfach so. Nur durch die Wahl der Vereinsmitglieder.
Praktisch Allwissender durch Gottes Gnaden.
Vielleicht gut für das eigene Ego, aber selten gut für die anvertrauten Tiere.
Inzwischen verstehe ich, dass kaum ein Hundetrainer Lust auf die Arbeit in einem Tierheim hat, und viele Tierpfleger den Job nach einigen Jahren, meist frustriert, an den Nagel hängen.
Schlechte Bezahlung kommt als Motivationshilfe noch dazu.

Als Hundetrainer hat man ja auch ansonsten viel mit schlechter Tierschutzarbeit zu tun. Die Tage habe ich dazu den Artikel „Der schwarze Peter“ von Gerd Schuster des Hundezentrums Mittelfranken geteilt. Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen.

Im Kundenkreis habe ich ca. 80% Hunde aus dem „Auslandstierschutz“ mit Verhaltensauffälligkeiten. Davon kommt für gewöhnlich keiner zu einem Grundgehorsams Kurs.
Auch mein eigener gestromter Drecksack kommt ursprünglich aus Bulgarien und wurde dort „gerettet“.
Dafür durfte er dann in Deutschland über 6 Jahre in Tierheimen leben.

Die große Aufgabe für Hundetrainer dürfte augenblicklich in der Arbeit mit „aggressiven“ Hunden liegen. Die Presse ist voll mit Beißvorfällen. Leider gibt es nicht viele Kolleg*innen, die damit arbeiten wollen. Dies soll auch kein Vorwurf sein, denn ungefährlich ist dies natürlich nicht. Daher einen großen Respekt zum Beispiel an Vanessa Bokr, die die Hellhound Foundation gegründet hat.

In Zukunft haben wir hoffentlich selbst ein kleines Projekt in der Richtung.

Selbst aktiv bin ich noch im „Team für Tiere Castrop-Rauxel e.V.“ und dort 2. Vorsitzender.
Dieser Verein betreibt unter anderem eine Tiertafel.